URSULA HOHLWEG

Ruhe finden mit Cranio Sacraler Körperarbeit.

Inhaltsverzeichnis

Bei Nervosität, Ängsten und nach belastenden Erlebnissen.

Die Cranio Sacrale Körperabeit ist eine besonders effektive und wirksame Methode, um tief zu entspannen und auf körperlicher und geistiger Ebene Ruhe zu finden.

Sanfte Berührungen laden Dein Nervensystem und Gewebe dazu sein, loszulassen und Stress und Anspannung abzubauen. So kommt Dein Körper wieder in einen Zustand, in dem Selbstheilungkräfte aktiv werden und so Regeneration und Heilung möglich wird.

Wenn plötzlich alles anders ist.

Es gibt Ereignisse in Deinem Leben, die Dich an die Grenzen Deiner Belastbarkeit bringen können oder sogar darüber hinaus. Diese Erfahrungen können nicht so leicht verarbeitet werden.

Oft kommt dazu, dass Du in einer solchen Situation das Gefühl hast, dass niemand versteht, was Du gerade durchmachst und wie es in Dir aussieht. Dein Kopf dreht sich im Kreis, Du kämpfst mit Deinen Gefühlen von Angst, Trauer, Wut und Hilflosigkeit und bist mit der gesamten Situation einfach überfordert.

Belastende und traumatische Erlebnisse hinterlassen tiefe Spuren.

Ein Trauma entsteht, wenn Du Dich in einer Situation überwältigt und hilflos fühlst.

Dann können Deine ganz normalen und instinktiven Reaktionen wie Flucht oder Kampf nicht vollständig durchlaufen und verarbeitet werden. Solche Erlebnisse können beispielsweise Komplikationen bei Operationen oder der Geburt, Unfälle, die Nachricht vom Tod eines geliebten Menschen, Arbeitsplatzverlust oder die Diagnose einer schweren Krankheit sein.

Diese Erfahrungen hinterlassen dann tiefe Spuren in Deinem Leben. Und in Deinem Körper. Sie werden aufgrund ihrer Wichtigkeit und ihrer Intensität tief in Deinem Nervensystem gespeichert. Sie sorgen dort für eine dauerhafte Überlastung und Überreizung Deines Systems und in weiterer Folge für eine Vielzahl verschiedenster Beschwerden und Symptome – auch wenn das auslösende Ereignis schon viele Jahre zurückliegt.

Oftmals entlädt sich diese Überforderung und Hilflosigkeit auch in alltäglichen Situationen deines Lebens als Angst- oder Panikattacke, oder Blackouts in stressigen Momenten – wie beispielsweise bei Prüfungen oder Vorträgen, ohne dass Du einen ursächlichen Auslöser für Deine Gefühle erkennen kannst.

Wie Cranio Sacrale Körperarbeit Dich dabei unterstützen kann, Ruhe und Entspannung zu finden.

Über den direkten Zugang zum Zentralen Nervensystem, als einen wesentlichen Bestandteil des Cranio Sacralen Systems, kann die Cranio Sacrale Körperarbeit hier insbesondere unterstützend und heilsam wirken:

  • Sie leitet einen tiefen Entspannungszustand ein, indem auslösende Energien und Erfahrungen in einem sicheren Rahmen an die Oberfläche treten können.
  • Sie hilft Dir dabei, schmerzhafte Erfahrungen zu verarbeiten und zu integrieren.
  • Sie beruhigt Dein Nervensystem und reduziert Stress, innere Unruhe und Nervosität.
  • Sie begleitet Dich, durch bewusstes Hin-Spüren, unterdrückte Gefühle – wie Angst, Überforderung, Hilflosigkeit, Trauer, Wut und Aggression – in kleinen Schritten zuzulassen und zu verarbeiten.
  • Sie hilft dir dabei mit dem Ereignis verbundene Bilder und Gedanken durch das Spüren Deines Körpers zu verarbeiten und zu integrieren – ohne dabei schmerzliche Erinnerungen an das Erlebte hervorzuholen.
  • Sie bringt Dein Nervensystem in ein neues Gleichgewicht.
  • Sie unterstützt ein tiefes Loslassen auf körperlicher, energetischer und seelischer Ebene.

Energien der Angst, Lähmung und Erstarrung verwandeln sich in Lebendigkeit, Lebensfreude und Leichtigkeit. Du und Dein Körper beginnen das Trauma zu integrieren und Deinen Schmerz zu heilen – auf Deine Weise, in Deinem Tempo.

Cranio Sacrale Körperarbeit - Arbeit am Gesicht

Was Cranio Sacrale Körperarbeit sonst noch für Dich tun kann.

In meinem Blog-Artikel „Cranio Sacrale Körperarbeit – Was ist das?“ findest Du alle wesentlichen Informationen zu dieser wunderbaren Körperarbeit, ihren Anwendungsfeldern sowie einige Hintergrundinformationen zur Geschichte und Entwicklung der Methode.

Weitere Schwerpunkt-Themen der Cranio Sacralen Körperarbeit sind:

Fragen zum Thema „Ruhe finden mit Cranio Sacraler Körperarbeit“ und Terminvereinbarung.

Ich freue mich darauf, mit Dir gemeinsam Dein Nervensystem liebevoll auszugleichen, belastende Erfahrungen zu integrieren und Dich dabei zu unterstützen, Deine innere Ruhe wieder zu finden.

Bitte kontaktiere mich telefonisch, per eMail oder Messenger für weitere Fragen oder Terminvereinbarungen.

Von Herzen,

Unbewusste Trauer.

Wenn wir trauern, ohne es zu wissen...

Wenn die Erfahrung eines Verlustes kaum oder gar nicht emotional erfahren und durchlebt wird oder werden kann, drückt sich die Trauerreaktion vorwiegend über körperliche Symptome aus. Der Körper übernimmt die unverarbeiteten Gefühle und entwickelt spezifische Anpassungsstrategien, die sich als chronische und/oder psychosomatische Beschwerden zeigen. Die Trauer ist so tief in uns verborgen, dass wir uns an sie nicht mehr bewusst erinnern – wir haben die Verbindung zu unseren tiefsten Gefühlen verloren.

Vielleicht gab es schon in unserer Kindheit in unserem familiären Umfeld aus den verschiedensten Gründen kein Platz für unsere Gefühle. Vielleicht war niemand da, der unsere Trauer wahrgenommen hat. Vielleicht wollten wir unsere Trauer auch gar nicht zeigen, weil wir uns für unsere Gefühle schämten oder wir unsere Eltern und Geschwister nicht belasten wollten.

Aus der Somato Emotionalen Entspannung ist Phänomen der Trauer über unvollendete biologische Prozesse bekannt. Das bedeutet, dass ein natürlich geplanter oder vorherbestimmter biologischer Ablauf nicht vollendet wurde und sich als Unwohl-Sein, Schmerz oder Störung im Körper manifestiert. Dies kann eine Schwangerschaft sein, die durch eine Fehlgeburt oder einen Not-Kaiserschnitt nicht dem biologischen Programm gemäß vollendet wurde. Oder eine Geburt, bei der das Bonding mit dem Baby nicht in der optimalen Form möglich war. Auch ein gestörter Prozess der Reproduktion durch Sterilisation oder Kinderlosigkeit kann zu körperlichen Trauerprozessen führen.

Aber auch der Verlust der körperlichen Unversehrtheit durch Operationen, durch schwere Krankheiten oder der Verlust von biologischen Funktionen und körperlichen Fähigkeiten wie z.B. durch eine Sterilisation, eine Amputation oder die Entfernung eines Organs können biologische Trauerprozesse und entsprechende psychosomatische Beschwerden auslösen, wenn sich Betroffene des Verlustes nicht bewusst sind und diesen weder verarbeitet noch integriert haben.

Und schließlich kann es auch sein, dass wir um etwas trauern, das wir niemals hatten – beispielsweise eine unbeschwerte Kindheit, wenn wir ohne Vater, Mutter, Großeltern oder Geschwister aufwuchsen. Wenn wir viel zu früh erwachsen werden mussten durch kranke, traumatisierte oder süchtige Eltern, um die wir uns kümmern mussten oder weil wir selbst krank und lange Zeit im Spital auf uns selbst gestellt waren. Viele von uns trauern tief in ihrem Inneren, weil sie in einem Umfeld aufwuchsen, in dem ihr wahres Potenzial nicht erkannt, gesehen und gefördert wurde, weil sie nie vollständig und ganz wahrgenommen wurden, so wie sie wirklich sind – ihr Licht, ihre Liebe und ihre Seele.

Wenn wir von Anfang an mit solchen Verlusten leben müssen, dann wird der Verlust „normal“ und wir haben ganz vergessen, dass wir eine tiefe Traurigkeit in uns tragen, die gesehen, gefühlt und erlöst werden will.

Es gibt fünf verschiedene Formen von unbewusster Trauer, die sich besonders gravierend auf unser Leben auswirken: Verlust in vorgeburtlicher Zeit, Verlust einer heilen Geburtserfahrung, Verlust von Urvertrauen im Kindesalter, Verluste aus früheren Leben, Übernommene Verluste aus dem Ahnenfeld. 

Mehr Informationen dazu findest Du im Blog-Artikel „Unbewusste Trauer“.

Komplizierte Trauer.

Wenn Trauer kompliziert wird...

Werden die Gefühle der Trauer aus verschiedensten Gründen verneint, unterdrückt oder nur teilweise durchlebt, kann der Verlust im Laufe der Zeit nicht auf gesunde Weise verarbeitet und integriert werden. Die Auseinandersetzung mit dem Schmerz bleibt aus – wir bleiben in Trauerkrisen verhaftet.

Vor allem dann, wenn Betroffene sich selbst nicht erlauben zu trauern, sich für ihre Trauer schämen oder ihre Trauer aus verschiedenen persönlichen, kulturellen oder gesellschaftlichen Gründen nicht leben können, verkompliziert sich der Trauerprozess.

Die Trauer wird unterdrückt, dauert sehr lange an oder ist mit extremen Gefühlen verbunden – wie beispielsweise starkem Zorn oder extrem starken Schuldgefühlen. Diese Probleme hängen oft mit einer sehr ambivalenten und stark belasteten Beziehung zum Verstorbenen zusammen.

Die nicht verarbeitete Trauer kann sich in Depression, in Panik- und Angstzuständen, in verschiedensten psychosomatischen und körperlichen Symptomen ausdrücken und sogar Suchterkrankungen nach sich ziehen. Wir verlieren den positiven Blick auf uns und unser Leben, unsere Perspektiven und unseren Lebensmut.

Auch bereits länger zurückliegende Verluste, die noch nicht verarbeitet wurden, können eine große Belastung für Betroffene und ihr Umfeld darstellen und zu ungesunden und dauerhaften Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderungen führen.

Zieht sich der/die Trauernde sozial stark zurück, verspürt starke Schuldgefühle oder lang anhaltende Gefühle von Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit oder Verbitterung, leidet unter psychosomatischen Symptomen (Schlaflosigkeit, Brust- oder Herzschmerzen, Gewichtsabnahme, etc.) oder äußert den Wunsch, dem Verstorbenen zu folgen oder ohne das Verlorene nicht weiter leben zu können, ist eine professionelle psychologische Beratung oder Psychotherapie dringend anzuraten.

Erschwerte Trauer.

Wenn Trauer unerträglich ist...

Plötzlich und unerwartete sowie traumatische Todesfälle können den Trauerprozess erschweren oder verhindern beziehungsweise die Trauerreaktionen stark intensivieren.

Wenn Menschen durch eigene Hand (Suizid) aus dem Leben scheiden, ist der Prozess des Abschied-Nehmens und des Trauerns für die Hinterbliebenen sehr komplex. Trauer und Schmerz mischen sich mit Wut und Schuldgefühlen und quälenden Fragen nach dem Warum und was man hätte tun können, um es zu verhindern.

Hinzu kommt, dass das Thema Suizid in unserer Gesellschaft tabubehaftet ist – Betroffene sind mit einem stark verunsicherten Umfeld konfrontiert oder verschweigen den Suizid aus Schamgefühl oder um das Andenken des Verstorbenen nicht zu beschmutzen.

Der Tod des eigenen Kindes (plötzlicher Kindstod, Unfall, Krankheit, Drogenmissbrauch, Selbsttötung oder Gewaltverbrechen) stürzt die Hinterbliebenen und ihre gesamtes Umfeld meist in eine tiefe persönliche, partnerschaftliche und familiäre Krise. Nach einer Fehlgeburt, einer stillen Geburt oder dem Tod eines Neugeborenen fehlt im Umfeld häufig das Verständnis für die Gefühle und Bedürfnisse verwaister Eltern. 

Ein medizinisch notwendiger oder von den Eltern gewollter  Schwangerschaftsabbruch stellt ebenfalls eine traumatische Erfahrung und eine große Belastung für die Eltern und auch ihre Beziehung dar. Das Verständnis, dass nach einer bewussten Entscheidung zur Beendigung einer Schwangerschaft großer Schmerz, tiefe Trauer und starke Schulgefühle auftreten, fehlt meistens.

Auch unklare Verlustsituationen bei verschwundenen, verschollenen oder vermissten Personen, eine besonders belastete Beziehungssituation (körperlicher oder emotionaler Missbrauch, Co-Abhängigkeit),  vorausgegangene nicht bewältigte Verlusterfahrungen, soziale Isolation, ein fehlender emotionaler Austausch im persönlichen Umfeld sowie die Vermeidung der Auseinandersetzung mit dem Verlust können eine natürliche Verarbeitung erschweren, verlängern oder sogar unmöglich machen.