URSULA HOHLWEG

Schwangerschaft und Geburt begleiten mit Cranio Sacraler Körperarbeit.

Cranio Sacrale Körperarbeit - Schwangerschaft und Geburt begleiten

Inhaltsverzeichnis

Für Mutter und Kind bei den Herausforderungen von Schwangerschaft und Geburt.

Die Cranio Sacrale Körperarbeit hat sich als besonders hilfreich erwiesen, Mütter und ihre Kinder in der Zeit der Schwangerschaft und nach der Geburt zu begleiten.

Diese wunderbar sanfte und effektive Körperarbeit kann sowohl in der Geburtsvorbereitung als auch in der Nachsorge für Dich und Dein Baby sehr wertvolle Dienste leisten. Ganz besonders dann, wenn es bei der Geburt zu Komplikationen gekommen ist und ihr beide eine umfassende Entspannung und Entlastung braucht.

Das große Abenteuer: Werdendes Leben.

Während der Schwangerschaft und der Geburt haben Du und Dein Baby wahre Höchstleistungen vollbracht. Dein Bindegewebe und Deine Muskulatur musste eine sehr hohe Elastizität beweisen und Deine inneren Organe Deinem Baby Platz machen. Dein Herz musste viele Wochen hindurch eine weitaus größere Menge Blut durch Deinen Körper transportieren und ein Vielfaches mehr an Abfallstoffen abtransportieren. Und vieles andere mehr.

Bei der Geburt hat sich Dein Becken und die Muskulatur des Beckenbodens so weit gedehnt, dass Dein Baby den Geburtskanal passieren konnte. Und Dein Baby musste einem sehr großen Druck auf seinen noch sehr weichen und formbaren Kopf und Körper standhalten, um das Licht der Welt zu erblicken.

Herausfordernde körperliche Veränderungen während der Schwangerschaft und nach der Geburt.

Das sind große körperliche Veränderungen und Belastungen, die bei Dir zu Spannungen und Blockaden führen können, die Du als Schmerzen in Bauch, Becken oder entlang der Wirbelsäule wahrnimmst.

Nach der Geburt beginnt Dein Körper sofort damit, Schwangerschaftshormone abzubauen und wieder in seinen „Normalzustand“ zu kommen und nutzt all Deine Kraft und körperlichen Ressourcen, um Nahrung für Dein Baby bereit zu stellen. Durch diese Umstellung kann es zu intensiven Gefühls- und Stimmungsschwankungen kommen.

Wenn es bei der Geburt zu Problemen kommt.

Und leider verläuft nicht jede Schwangerschaft und Geburt ohne Komplikationen.

Musstest Du z.B. einen ungeplanten Not-Kaiserschnitt machen lassen oder gab es Komplikationen mit der Nabelschnur oder musste Dein Baby mit Hilfe einer Saugglocke oder Zange geholt werden, kann dies eine sehr belastende und auch traumatisierende Erfahrung sein, die nicht nur körperlich, sondern vor allem emotional bei Dir und/oder Deinem Baby starke Wirkungen zeigt.

Zusätzlich zu all den neuen Eindrücken und Unsicherheiten, die mit dem Ankommen Deines neugeborenen Babys in Deinem Leben verbunden sind, dann kann dies eine enorme Belastung für Euch beide sein.

Wie Dich die Cranio Sacrale Körperarbeit während der Schwangerschaft und nach der Geburt begleiten kann.

Cranio Sacrale Körperarbeit ist eine besonders sanfte Methode, die auf sehr behutsame und einfühlsame Weise sofort große Erleichterung für Dich und Dein Baby bringt:

  • Sie löst Spannungen im Becken und erleichtert so den Geburtsvorgang.
  • Sie unterstützt Dich dabei unverarbeitete Ereignisse aus einer früheren Schwangerschaft loszulassen.
  • Sie hilft Dir und deinem Baby auf sanfte Weise dabei, die Erfahrungen der Geburt zu verarbeiten und zu integrieren.
  • Sie löst Spannungen und Blockaden, die durch den Geburtsvorgang entstanden sind – vor allem dann, wenn es zu Komplikationen gekommen ist.
  • Sie harmonisiert Dein Hormonsystem und unterstützt Dich so bei emotionalen Belastungsreaktionen und Stimmungsschwankungen in der Schwangerschaft oder unmittelbar nach der Geburt.
  • Ist Dein Baby zu früh geboren worden, unterstützt sie das Nachholen von Entwicklungsschritten und das Ausreifen der inneren Organe.
  • Hast Du Narbenschmerzen durch einen Dammschnitt oder Kaiserschnitt, hilft Dir die Behandlung, Beeinträchtigungen durch Narkosemittel abzubauen und das Narbengewebe wieder weich und elastisch zu machen.
  • Hast Du nach der Geburt immer wiederkehrende Verdauungsprobleme oder Bauchschmerzen, hilft die Behandlung dabei, dass sich Dein gesamter Bauch- und Beckenraum wieder regeneriert und Dein Beckenboden gestärkt wird.
  • Hat Dein Baby Probleme beim Trinken, Verdauungsschwierigkeiten und starke Koliken, hilft die Behandlung die Schmerzen zu lindern und den Darm zu entlasten.
  • Weint Dein Baby sehr viel und schläft schlecht, hilft sie Spannungen und Blockaden an Kopf und Muskulatur zu lösen und sein hoch sensibles Nervensystem zu beruhigen.
  • Hat Dein Baby Wachstumsverzögerungen, Entwicklungsstörungen oder Asymmetrien an Schädel, Wirbelsäule oder Becken fördert die Behandlung eine normale Entwicklung.

Die tiefe körperliche und emotionale Entspannung während der Behandlung fördert Deine Bindung zu Deinem Baby und erleichtert euch das Kennen-Lernen und den Start in euer gemeinsames Leben.

Cranio Sacrale Körperarbeit - Sanfte Berührung

Was Cranio Sacrale Körperarbeit sonst noch für Dich tun kann.

In meinem Blog-Artikel „Cranio Sacrale Körperarbeit – Was ist das?“ findest Du alle wesentlichen Informationen zu dieser wunderbaren Körperarbeit, ihren Anwendungsfeldern sowie einige Hintergrundinformationen zur Geschichte und Entwicklung der Methode.

Weitere Schwerpunkt-Themen der Cranio Sacralen Körperarbeit sind:

Fragen zum Thema „Schwangerschaft und Geburt begleiten mit Cranio Sacraler Körperarbeit“ und Terminvereinbarung.

Ich freue mich darauf, Dich und Dein Baby während der Schwangerschaft und/oder nach der Geburt mit heilsamen Impulsen und lösenden Berührungen zu begleiten, um Euch beiden einen sanften Start ins Leben zu ermöglichen.

Für junge Mütter und Neugeborene biete ich nach persönlicher Absprache und Abstimmung auch Hausbesuche und Behandlungen im Spital an. Für Pflegemütter und -väter gibt es die Möglichkeit einer Refundierung der Behandlungskosten über die MA 11. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer/m zuständigen SozialarbeiterIn.

Bitte kontaktiere mich telefonisch, per eMail oder Messenger für weitere Fragen oder Terminvereinbarungen.

Von Herzen,

Unbewusste Trauer.

Wenn wir trauern, ohne es zu wissen...

Wenn die Erfahrung eines Verlustes kaum oder gar nicht emotional erfahren und durchlebt wird oder werden kann, drückt sich die Trauerreaktion vorwiegend über körperliche Symptome aus. Der Körper übernimmt die unverarbeiteten Gefühle und entwickelt spezifische Anpassungsstrategien, die sich als chronische und/oder psychosomatische Beschwerden zeigen. Die Trauer ist so tief in uns verborgen, dass wir uns an sie nicht mehr bewusst erinnern – wir haben die Verbindung zu unseren tiefsten Gefühlen verloren.

Vielleicht gab es schon in unserer Kindheit in unserem familiären Umfeld aus den verschiedensten Gründen kein Platz für unsere Gefühle. Vielleicht war niemand da, der unsere Trauer wahrgenommen hat. Vielleicht wollten wir unsere Trauer auch gar nicht zeigen, weil wir uns für unsere Gefühle schämten oder wir unsere Eltern und Geschwister nicht belasten wollten.

Aus der Somato Emotionalen Entspannung ist Phänomen der Trauer über unvollendete biologische Prozesse bekannt. Das bedeutet, dass ein natürlich geplanter oder vorherbestimmter biologischer Ablauf nicht vollendet wurde und sich als Unwohl-Sein, Schmerz oder Störung im Körper manifestiert. Dies kann eine Schwangerschaft sein, die durch eine Fehlgeburt oder einen Not-Kaiserschnitt nicht dem biologischen Programm gemäß vollendet wurde. Oder eine Geburt, bei der das Bonding mit dem Baby nicht in der optimalen Form möglich war. Auch ein gestörter Prozess der Reproduktion durch Sterilisation oder Kinderlosigkeit kann zu körperlichen Trauerprozessen führen.

Aber auch der Verlust der körperlichen Unversehrtheit durch Operationen, durch schwere Krankheiten oder der Verlust von biologischen Funktionen und körperlichen Fähigkeiten wie z.B. durch eine Sterilisation, eine Amputation oder die Entfernung eines Organs können biologische Trauerprozesse und entsprechende psychosomatische Beschwerden auslösen, wenn sich Betroffene des Verlustes nicht bewusst sind und diesen weder verarbeitet noch integriert haben.

Und schließlich kann es auch sein, dass wir um etwas trauern, das wir niemals hatten – beispielsweise eine unbeschwerte Kindheit, wenn wir ohne Vater, Mutter, Großeltern oder Geschwister aufwuchsen. Wenn wir viel zu früh erwachsen werden mussten durch kranke, traumatisierte oder süchtige Eltern, um die wir uns kümmern mussten oder weil wir selbst krank und lange Zeit im Spital auf uns selbst gestellt waren. Viele von uns trauern tief in ihrem Inneren, weil sie in einem Umfeld aufwuchsen, in dem ihr wahres Potenzial nicht erkannt, gesehen und gefördert wurde, weil sie nie vollständig und ganz wahrgenommen wurden, so wie sie wirklich sind – ihr Licht, ihre Liebe und ihre Seele.

Wenn wir von Anfang an mit solchen Verlusten leben müssen, dann wird der Verlust „normal“ und wir haben ganz vergessen, dass wir eine tiefe Traurigkeit in uns tragen, die gesehen, gefühlt und erlöst werden will.

Es gibt fünf verschiedene Formen von unbewusster Trauer, die sich besonders gravierend auf unser Leben auswirken: Verlust in vorgeburtlicher Zeit, Verlust einer heilen Geburtserfahrung, Verlust von Urvertrauen im Kindesalter, Verluste aus früheren Leben, Übernommene Verluste aus dem Ahnenfeld. 

Mehr Informationen dazu findest Du im Blog-Artikel „Unbewusste Trauer“.

Komplizierte Trauer.

Wenn Trauer kompliziert wird...

Werden die Gefühle der Trauer aus verschiedensten Gründen verneint, unterdrückt oder nur teilweise durchlebt, kann der Verlust im Laufe der Zeit nicht auf gesunde Weise verarbeitet und integriert werden. Die Auseinandersetzung mit dem Schmerz bleibt aus – wir bleiben in Trauerkrisen verhaftet.

Vor allem dann, wenn Betroffene sich selbst nicht erlauben zu trauern, sich für ihre Trauer schämen oder ihre Trauer aus verschiedenen persönlichen, kulturellen oder gesellschaftlichen Gründen nicht leben können, verkompliziert sich der Trauerprozess.

Die Trauer wird unterdrückt, dauert sehr lange an oder ist mit extremen Gefühlen verbunden – wie beispielsweise starkem Zorn oder extrem starken Schuldgefühlen. Diese Probleme hängen oft mit einer sehr ambivalenten und stark belasteten Beziehung zum Verstorbenen zusammen.

Die nicht verarbeitete Trauer kann sich in Depression, in Panik- und Angstzuständen, in verschiedensten psychosomatischen und körperlichen Symptomen ausdrücken und sogar Suchterkrankungen nach sich ziehen. Wir verlieren den positiven Blick auf uns und unser Leben, unsere Perspektiven und unseren Lebensmut.

Auch bereits länger zurückliegende Verluste, die noch nicht verarbeitet wurden, können eine große Belastung für Betroffene und ihr Umfeld darstellen und zu ungesunden und dauerhaften Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderungen führen.

Zieht sich der/die Trauernde sozial stark zurück, verspürt starke Schuldgefühle oder lang anhaltende Gefühle von Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit oder Verbitterung, leidet unter psychosomatischen Symptomen (Schlaflosigkeit, Brust- oder Herzschmerzen, Gewichtsabnahme, etc.) oder äußert den Wunsch, dem Verstorbenen zu folgen oder ohne das Verlorene nicht weiter leben zu können, ist eine professionelle psychologische Beratung oder Psychotherapie dringend anzuraten.

Erschwerte Trauer.

Wenn Trauer unerträglich ist...

Plötzlich und unerwartete sowie traumatische Todesfälle können den Trauerprozess erschweren oder verhindern beziehungsweise die Trauerreaktionen stark intensivieren.

Wenn Menschen durch eigene Hand (Suizid) aus dem Leben scheiden, ist der Prozess des Abschied-Nehmens und des Trauerns für die Hinterbliebenen sehr komplex. Trauer und Schmerz mischen sich mit Wut und Schuldgefühlen und quälenden Fragen nach dem Warum und was man hätte tun können, um es zu verhindern.

Hinzu kommt, dass das Thema Suizid in unserer Gesellschaft tabubehaftet ist – Betroffene sind mit einem stark verunsicherten Umfeld konfrontiert oder verschweigen den Suizid aus Schamgefühl oder um das Andenken des Verstorbenen nicht zu beschmutzen.

Der Tod des eigenen Kindes (plötzlicher Kindstod, Unfall, Krankheit, Drogenmissbrauch, Selbsttötung oder Gewaltverbrechen) stürzt die Hinterbliebenen und ihre gesamtes Umfeld meist in eine tiefe persönliche, partnerschaftliche und familiäre Krise. Nach einer Fehlgeburt, einer stillen Geburt oder dem Tod eines Neugeborenen fehlt im Umfeld häufig das Verständnis für die Gefühle und Bedürfnisse verwaister Eltern. 

Ein medizinisch notwendiger oder von den Eltern gewollter  Schwangerschaftsabbruch stellt ebenfalls eine traumatische Erfahrung und eine große Belastung für die Eltern und auch ihre Beziehung dar. Das Verständnis, dass nach einer bewussten Entscheidung zur Beendigung einer Schwangerschaft großer Schmerz, tiefe Trauer und starke Schulgefühle auftreten, fehlt meistens.

Auch unklare Verlustsituationen bei verschwundenen, verschollenen oder vermissten Personen, eine besonders belastete Beziehungssituation (körperlicher oder emotionaler Missbrauch, Co-Abhängigkeit),  vorausgegangene nicht bewältigte Verlusterfahrungen, soziale Isolation, ein fehlender emotionaler Austausch im persönlichen Umfeld sowie die Vermeidung der Auseinandersetzung mit dem Verlust können eine natürliche Verarbeitung erschweren, verlängern oder sogar unmöglich machen.