URSULA HOHLWEG

Somato Emotionale Entspannung – was ist das?

Cranio Sacrale Körperarbeit - Sanfte Berührung

Inhaltsverzeichnis

Einfühlsames und nachhaltiges Lösen alter Energien.

Die Somato Emotionale Entspannung ist eine sehr einfühlsame und nachhaltige Behandlungsform die sich aus der Cranio Sacralen Körperarbeit entwickelt hat. Sie ermöglicht ein nachhaltiges Lösen alter Energien, die Körper, Geist und Seele belasten.

Was ist Somato Emotionale Entspannung?

Sanfte Integration schmerzlicher Erfahrungen.

Die Praxis und Anwendung der Cranio Sacralen Körperarbeit hat ein Phänomen zu Tage gebracht, das auch aus anderen Behandlungmethoden gut bekannt ist: Begleiten und berühren TherapeutInnen ihre KlientInnen auf besonders achtsame und wertschätzende Weise, so kommt es bei einem eingestimmten Kontakt zu einer bestimmten Körperstelle oder einem Organ zur Freisetzung von Erinnerungen und damit verbundenen Emotionen.

Neueste Forschungen bestätigen, dass unser psychisches Erleben unmittelbar an chemische Vorgänge in unserem Körper gebunden ist. Unsere Gedanken und Emotionen bewirken eine unmittelbare Resonanz auf Körperebene und hinterlassen ihre Spuren in Form von „Abdrücken“ in den Gewebezellen. So hinterlassen prägende körperliche oder psychische Erfahrungen wie beispielsweise Unfälle, Operationen und andere Traumata ihre Spuren in unserem System.

Die Zellen einer bestimmten Körperregion speichern also genaueste Informationen über ein Erlebnis ab, aber oft liegen diese Ereignisse schon Jahre zurück und wir können leider keine bewusst wahrnehmbare Verbindung zwischen damals und den heutigen Symptomen oder Beschwerden herstellen. Es gilt hier, genau diesen, durch prägende Erlebnisse beeinflussten Körperbereichen unsere liebevolle Aufmerksamkeit zu schenken, denn oftmals können sich erst dann Symptome auflösen.

Somato Emotionale Entspannung

Wie läuft die Somato Emotionale Entspannung ab?

Sanfte Berührungen, Empathie und Präsenz.

Sanfte Berührungen, Empathie und Präsenz bieten Dir einen geschützten Raum, in dem Dein Körper und deine Seele unbewusste Stress-Reaktionen zum Ausdruck bringen dürfen, die bisher in Deinem Nervensystem festgehalten wurden. Dies geschieht ganz sanft und behutsam, ohne die ursprüngliche Erfahrung noch einmal durchleben zu müssen.

Mit Hilfe eines behutsamen und tiefen Kontaktes zum Gewebe erspüren wir gemeinsam belastende Emotionen und eingeschlossene Energien. Durch die Geborgenheit der Berührung und eine spezifische, verbale Begleitung kannst Du Dich diesen Themen ohne Überforderung nähern, sie weiterbewegen und lösen – auf Deine Weise, in Deinem Tempo.

Innere Ressourcen und Selbstheilungskräfte werden wieder aktiv. Schritt für Schritt kann Dein Nervensystem wieder in einen entspannten Zustand zurückkehren. Du gewinnst Deine innere Kraft, Lebensfreude und Lebensqualität zurück.

Am Ende der Sitzung reflektieren wir gemeinsam über das Erlebte, damit Du die daraus gewonnenen Erkenntnisse für deine persönliche Entwicklung und Entfaltung nutzen kannst. So unterstützt diese wertvolle Begleitung den Prozess einer tiefen Wandlung und Veränderung.

Cranio Sacrale Körperarbeit - Sanfte Berührung

Bei welchen Themen hat sich Somato Emotionale Entspannung bewährt?

Belastende Emotionen, Nervosität, Stress und chronische Verspannungen.

Die Somato Emotionale Entspannung ermöglicht eine tiefe Wandlung und Veränderung.

Sie unterstützt dein persönliches Wachstum und zeigt Dir Wege aus Krankheit, Mangel und Problemen hin zu Gesundheit, Kohärenz und Erfüllung. Sie ist ein wertvolles Mittel, um Dein Leben zu ordnen und Deine Zukunft neu zu gestalten.

Die Somato Emotionale Entspannung hat sich bei nachstehenden Themen als effizient und hilfreich erwiesen:

  • Nachwirkungen von traumatischen Erlebnissen
  • Verarbeitung von verletzenden oder überfordernden Erfahrungen
  • Nervosität, Angst, Unruhe und Panikgefühle
  • Stimmungsschwankungen, Trauer und Traurigkeit
  • Dauerstress und stressbedingte Zustände
  • Chronische Nackenverspannungen und -schmerzen
  • Schlafstörungen und Verdauungsbeschwerden
  • Erschöpfung, Antriebslosigkeit, depressive Verstimmungen und Burn Out
  • Verlust eines geliebten Menschen
  • Sexueller, körperlicher und emotionaler Missbrauch
  • Starke Gefühle von Scham, Schuld und Wertlosigkeit
  • Geringes Selbstvertrauen

Schwerpunkt der Somato Emotionalen Entspannung: Geburtstrauma im Erwachsenen-Alter lösen

„Wenn man Trauma nicht realisiert, ist man gezwungen, es wieder zu erleben oder zu reinszenieren.“ – Pierre Janet

Fast über 80% all unserer körperlichen und psychischen Probleme haben ihren Ursprung in unserer vorsprachlichen Zeit – sprich vom Beginn unseres Entstehens an bis ungefähr zu unserem dritten Lebensjahr.

Insbesondere die großen Momente von Zeugung, Einnistung, erster Herzschlag, Geburt und der erste selbständige Atemzug sind ganz elementare Ereignisse, die vor allem in unserem Körper und Nervensystem ganz bestimmte Verbindungen erschaffen und weitreichende Wachstumsimpulse geben. Vor allem die Geburt ist ein ganz entscheidender Moment, in dem unser gesamter Organismus erstmals aktiviert und für das Leben außerhalb des Mutterleibes vorbereitet wird.

Erleben wir in diesen Phasen störende oder negative Einflüsse von außen oder innen, kann es zu einer mehr oder weniger starken Beeinträchtigung und Veränderung unseres natürlichen Wachstums kommen.

Jede Geburtserfahrung will in unser Leben integriert werden – und ganz besonders jene Erfahrungen, die schmerzlich und traumatisch waren. Unsere Seele möchte sich vollständig verkörpern, möchte ganz im Körper ankommen. Dies wird jedoch durch eine belastende oder traumatische Schwangerschaft oder Geburt stark erschwert.

Die gute Nachricht ist, dass es wirklich niemals zu spät ist, eine schwere, belastende oder traumatische Geburt zu heilen. Die Somato Emotionale Entspannung hilft dabei, diese tiefen Prägungen anzuerkennen und liebevoll zu transformieren. Wenn das gelingt, können wir wirklich frei und kraftvoll leben. Wenn ein Geburtstrauma erlöst wird, entzünden wir unser kraftvollstes Licht.

Geschichte und Hintergrund der Somato Emotionalen Entspannung.

Die Gewebe vergessen nichts.

Unser Körper lügt nicht.

Jedes Gefühl ist mit einem Körperausdruck verbunden. Wird es gefühlt, verschwindet dieser Körperausdruck wieder, wird es nicht gefühlt – aus dem zurückgehaltenen Ausdruck wird ein Eindruck, etwas das sich einprägt und bleibt. Wir wissen heute, dass unsere Gedanken und Emotionen eine unmittelbare Resonanz auf Körperebene erzeugen und ihre Spuren in Form von „Abdrücken“ in unseren Zellen hinterlassen.

Können Übererregung, Aktivierung oder Erstarrung der Stressreaktion nicht verarbeitet werden, so bleiben diese Eindrücke in unserem Nervensystem erhalten. Jeder Stress, jede Belastung physischer oder psycho-emotionaler Natur wird im Gedächtnis des Körpers und seiner Gewebe aufbewahrt.

Peter A. Levine entwickelte als Biophysiker, Psychologe und körperorientierter Trauma-Therapeut die Methode des Somatic Experiencing (SE) als ganzheitlichen Ansatz zur Trauma-Lösung. Somatic Experiencing (SE) nutzt die Körperwahrnehmung des Klienten und arbeitet mit dessen Körpergedächtnis, um Schocktrauma zu lösen.

Die Arbeit von Dr. John Upledger – Chirurg, Osteopath und Begründer der Cranio Sacralen Therapie -, führte ebenfalls zu der Entdeckung, dass sich einige körperliche Symptome erst dann vollständig heilen und lösen konnten, wenn auch der emotionale Anteil im therapeutischen Prozess berücksichtigt wurde. Er stellte durch seine Arbeit fest, dass der Körper als Schutzreaktion, Energien von überwältigenden oder traumatisierenden Erfahrungen in Form einer „Energiezyste“ in Energiefeld und Gewebe festhält. Obwohl sich der Körper anfänglich an diese Belastung gewöhnt, treten im Laufe der Zeit Reaktionen in Form von Schmerzen, Funktionsstörungen oder emotionalem Stress auf.

Ziel der Somato Emotionalen Entspannung ist es, durch die Arbeit mit dem Körpergewebe und den dazugehörigen Emotionen, auf eine behutsame Freisetzung der zurückgehaltenen Energien einer prägenden Erfahrung hinzuarbeiten.

Fragen zur Somato Emotionalen Entspannung und Terminvereinbarung​.

Ich freue mich darauf, mit Dir gemeinsam alte Energien behutsam und sanft zu lösen und Dich dabei zu unterstüzten, in einen tiefen inneren Frieden zu finden.

Bitte kontaktiere mich sehr gerne für weitere Fragen oder Terminvereinbarungen.

Von Herzen,

Ursula =)

Unbewusste Trauer.

Wenn wir trauern, ohne es zu wissen...

Wenn die Erfahrung eines Verlustes kaum oder gar nicht emotional erfahren und durchlebt wird oder werden kann, drückt sich die Trauerreaktion vorwiegend über körperliche Symptome aus. Der Körper übernimmt die unverarbeiteten Gefühle und entwickelt spezifische Anpassungsstrategien, die sich als chronische und/oder psychosomatische Beschwerden zeigen. Die Trauer ist so tief in uns verborgen, dass wir uns an sie nicht mehr bewusst erinnern – wir haben die Verbindung zu unseren tiefsten Gefühlen verloren.

Vielleicht gab es schon in unserer Kindheit in unserem familiären Umfeld aus den verschiedensten Gründen kein Platz für unsere Gefühle. Vielleicht war niemand da, der unsere Trauer wahrgenommen hat. Vielleicht wollten wir unsere Trauer auch gar nicht zeigen, weil wir uns für unsere Gefühle schämten oder wir unsere Eltern und Geschwister nicht belasten wollten.

Aus der Somato Emotionalen Entspannung ist Phänomen der Trauer über unvollendete biologische Prozesse bekannt. Das bedeutet, dass ein natürlich geplanter oder vorherbestimmter biologischer Ablauf nicht vollendet wurde und sich als Unwohl-Sein, Schmerz oder Störung im Körper manifestiert. Dies kann eine Schwangerschaft sein, die durch eine Fehlgeburt oder einen Not-Kaiserschnitt nicht dem biologischen Programm gemäß vollendet wurde. Oder eine Geburt, bei der das Bonding mit dem Baby nicht in der optimalen Form möglich war. Auch ein gestörter Prozess der Reproduktion durch Sterilisation oder Kinderlosigkeit kann zu körperlichen Trauerprozessen führen.

Aber auch der Verlust der körperlichen Unversehrtheit durch Operationen, durch schwere Krankheiten oder der Verlust von biologischen Funktionen und körperlichen Fähigkeiten wie z.B. durch eine Sterilisation, eine Amputation oder die Entfernung eines Organs können biologische Trauerprozesse und entsprechende psychosomatische Beschwerden auslösen, wenn sich Betroffene des Verlustes nicht bewusst sind und diesen weder verarbeitet noch integriert haben.

Und schließlich kann es auch sein, dass wir um etwas trauern, das wir niemals hatten – beispielsweise eine unbeschwerte Kindheit, wenn wir ohne Vater, Mutter, Großeltern oder Geschwister aufwuchsen. Wenn wir viel zu früh erwachsen werden mussten durch kranke, traumatisierte oder süchtige Eltern, um die wir uns kümmern mussten oder weil wir selbst krank und lange Zeit im Spital auf uns selbst gestellt waren. Viele von uns trauern tief in ihrem Inneren, weil sie in einem Umfeld aufwuchsen, in dem ihr wahres Potenzial nicht erkannt, gesehen und gefördert wurde, weil sie nie vollständig und ganz wahrgenommen wurden, so wie sie wirklich sind – ihr Licht, ihre Liebe und ihre Seele.

Wenn wir von Anfang an mit solchen Verlusten leben müssen, dann wird der Verlust „normal“ und wir haben ganz vergessen, dass wir eine tiefe Traurigkeit in uns tragen, die gesehen, gefühlt und erlöst werden will.

Es gibt fünf verschiedene Formen von unbewusster Trauer, die sich besonders gravierend auf unser Leben auswirken: Verlust in vorgeburtlicher Zeit, Verlust einer heilen Geburtserfahrung, Verlust von Urvertrauen im Kindesalter, Verluste aus früheren Leben, Übernommene Verluste aus dem Ahnenfeld. 

Mehr Informationen dazu findest Du im Blog-Artikel „Unbewusste Trauer“.

Komplizierte Trauer.

Wenn Trauer kompliziert wird...

Werden die Gefühle der Trauer aus verschiedensten Gründen verneint, unterdrückt oder nur teilweise durchlebt, kann der Verlust im Laufe der Zeit nicht auf gesunde Weise verarbeitet und integriert werden. Die Auseinandersetzung mit dem Schmerz bleibt aus – wir bleiben in Trauerkrisen verhaftet.

Vor allem dann, wenn Betroffene sich selbst nicht erlauben zu trauern, sich für ihre Trauer schämen oder ihre Trauer aus verschiedenen persönlichen, kulturellen oder gesellschaftlichen Gründen nicht leben können, verkompliziert sich der Trauerprozess.

Die Trauer wird unterdrückt, dauert sehr lange an oder ist mit extremen Gefühlen verbunden – wie beispielsweise starkem Zorn oder extrem starken Schuldgefühlen. Diese Probleme hängen oft mit einer sehr ambivalenten und stark belasteten Beziehung zum Verstorbenen zusammen.

Die nicht verarbeitete Trauer kann sich in Depression, in Panik- und Angstzuständen, in verschiedensten psychosomatischen und körperlichen Symptomen ausdrücken und sogar Suchterkrankungen nach sich ziehen. Wir verlieren den positiven Blick auf uns und unser Leben, unsere Perspektiven und unseren Lebensmut.

Auch bereits länger zurückliegende Verluste, die noch nicht verarbeitet wurden, können eine große Belastung für Betroffene und ihr Umfeld darstellen und zu ungesunden und dauerhaften Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderungen führen.

Zieht sich der/die Trauernde sozial stark zurück, verspürt starke Schuldgefühle oder lang anhaltende Gefühle von Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit oder Verbitterung, leidet unter psychosomatischen Symptomen (Schlaflosigkeit, Brust- oder Herzschmerzen, Gewichtsabnahme, etc.) oder äußert den Wunsch, dem Verstorbenen zu folgen oder ohne das Verlorene nicht weiter leben zu können, ist eine professionelle psychologische Beratung oder Psychotherapie dringend anzuraten.

Erschwerte Trauer.

Wenn Trauer unerträglich ist...

Plötzlich und unerwartete sowie traumatische Todesfälle können den Trauerprozess erschweren oder verhindern beziehungsweise die Trauerreaktionen stark intensivieren.

Wenn Menschen durch eigene Hand (Suizid) aus dem Leben scheiden, ist der Prozess des Abschied-Nehmens und des Trauerns für die Hinterbliebenen sehr komplex. Trauer und Schmerz mischen sich mit Wut und Schuldgefühlen und quälenden Fragen nach dem Warum und was man hätte tun können, um es zu verhindern.

Hinzu kommt, dass das Thema Suizid in unserer Gesellschaft tabubehaftet ist – Betroffene sind mit einem stark verunsicherten Umfeld konfrontiert oder verschweigen den Suizid aus Schamgefühl oder um das Andenken des Verstorbenen nicht zu beschmutzen.

Der Tod des eigenen Kindes (plötzlicher Kindstod, Unfall, Krankheit, Drogenmissbrauch, Selbsttötung oder Gewaltverbrechen) stürzt die Hinterbliebenen und ihre gesamtes Umfeld meist in eine tiefe persönliche, partnerschaftliche und familiäre Krise. Nach einer Fehlgeburt, einer stillen Geburt oder dem Tod eines Neugeborenen fehlt im Umfeld häufig das Verständnis für die Gefühle und Bedürfnisse verwaister Eltern. 

Ein medizinisch notwendiger oder von den Eltern gewollter  Schwangerschaftsabbruch stellt ebenfalls eine traumatische Erfahrung und eine große Belastung für die Eltern und auch ihre Beziehung dar. Das Verständnis, dass nach einer bewussten Entscheidung zur Beendigung einer Schwangerschaft großer Schmerz, tiefe Trauer und starke Schulgefühle auftreten, fehlt meistens.

Auch unklare Verlustsituationen bei verschwundenen, verschollenen oder vermissten Personen, eine besonders belastete Beziehungssituation (körperlicher oder emotionaler Missbrauch, Co-Abhängigkeit),  vorausgegangene nicht bewältigte Verlusterfahrungen, soziale Isolation, ein fehlender emotionaler Austausch im persönlichen Umfeld sowie die Vermeidung der Auseinandersetzung mit dem Verlust können eine natürliche Verarbeitung erschweren, verlängern oder sogar unmöglich machen.