Trauer ist ein tiefgreifender Prozess, der Dein Herz, Deinen Körper und Deine Seele berührt. Es gibt keinen „richtigen“ Weg zu trauern, doch es gibt Wege, diesen Schmerz zu halten und Schritt für Schritt Heilung zu finden.
Als Trauerbegleiterin, Lebensberaterin und Craniosacral-Therapeutin weiß ich, wie wichtig es ist, Deinen Trauerprozess selbst aktiv zu unterstützen – mit Begleitung, Ausdruck und Selbstfürsorge. In diesem Beitrag teile ich zehn praktische Schritte, die Dir helfen, Deine Trauer zu verarbeiten und Trost zu finden.
Zehn Schritte, um Deinen Trauerprozess zu unterstützen
1. Hole Dir Unterstützung
Du musst Deine Trauer nicht allein tragen. Nimm jede Hilfe an, die Dir angeboten wird und die für Dich stimmig ist – von Familie, Freund:innen, Bekannten oder lokalen Einrichtungen wie der Caritas Kontaktstelle Trauer in Wien. Professionelle Trauerbegleitung, wie ich sie bei trauerlicht anbiete, oder Therapie kann Dir wertvolle Impulse geben, um Deinen Schmerz zu bewältigen. Eine einfühlsame Begleitung schafft Raum, in dem Deine Gefühle gehört werden.
2. Tauche ein in Deine Erinnerungen
Deine Erinnerungen an den verstorbenen Menschen sind kostbar – sowohl die schönen als auch die herausfordernden Momente. Gib ihnen Raum, indem Du bewusst an die Beziehung denkst. Erzähle Deine Geschichte: Wie habt ihr euch kennengelernt? Was hat euch verbunden? Schreibe Deine Erinnerungen auf oder teile sie mit einer vertrauten Person. Dies hilft Dir, das Verlorene zu verarbeiten und die schönen Momente in Deinem Herzen zu bewahren.
3. Verleihe Deiner Trauer Ausdruck
Erlaube Dir, alle Emotionen zu spüren – Traurigkeit, Wut, Sehnsucht. Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Weinen, Schreien, Tanzen, Schreiben oder Sprechen – alles, was sich für Dich stimmig anfühlt, ist heilsam. Ein Trauertagebuch kann Dir helfen, Gefühle zu ordnen und Dein inneres Chaos zu lindern. Teile Deine Gedanken in einer Selbsthilfegruppe wie in meiner Offenen Trauergruppe bei trauerlicht oder mit einer:m Trauerbegleiter:in, um Deinen Schmerz sichtbar zu machen.
4. Bringe Deine Trauer in Fluss
Weinen ist ein natürlicher Teil der Trauer. Es löst innere Spannungen, erleichtert Dein Herz und ist gesund. Wenn Tränen nicht von selbst kommen, kann Musik helfen, sie fließen zu lassen. Wähle Lieder, die Dich berühren, und lass Deine Gefühle zu. Auch Craniosacral-Therapie und sanfte Körperarbeit, die ich bei trauerlicht anbiete, kann körperliche und emotionale Blockaden lösen, um Deine Trauer in Fluss zu bringen.
5. Gib Deiner Trauer Gestalt
Kreativer Ausdruck kann heilsam sein. Male ein Bild, forme eine Skulptur, schreibe ein Gedicht oder spiele ein Instrument. Es geht nicht darum, ein perfektes Kunstwerk zu schaffen, sondern Deine Gefühle auszudrücken. Lass Deine Trauer in Farben, Formen oder Worten sichtbar werden. Dieser Prozess hilft Dir, Deinen Schmerz zu verarbeiten und ihm eine Form zu geben, die Dich entlastet.
6. Gib Deiner Trauer einen Ort
Ein kleiner Gedenkaltar in Deiner Wohnung kann ein heiliger Raum für Deine Trauer sein. Stelle ein Foto des Verstorbenen auf, schmücke es mit Blumen, einer Kerze oder einem Andenken wie einem Schmuckstück oder Brief. Dieser Ort hält die Verbindung zu Deinem geliebten Menschen lebendig und gibt Dir einen Anker, um Deine Gefühle zu halten.
7. Nutze Rituale und Alltagshilfen
Rituale wie Gedenkfeiern, Grab-Besuche oder das Schreiben in ein Trauertagebuch können Deinen Trauerprozess strukturieren. Probiere aus, was für Dich stimmig ist – vielleicht das Anzünden einer Kerze oder ein tägliches oder jährliches Gedenkritual. Diese Handlungen helfen Dir, Deine Gefühle Schritt für Schritt zu verarbeiten und einen Rhythmus in der Trauer zu finden.
8. Verlasse Deine Trauer bewusst
Trauer kann allgegenwärtig sein, doch es ist wichtig, Dich bewusst ins Hier und Jetzt zurückzuholen. Gehe spazieren, sprich mit Freund:innen oder koche Dir etwas, das Du liebst. Diese kleinen Momente der Freude helfen Dir, Abstand zu gewinnen, ohne Deine Trauer zu verleugnen. Naturspaziergänge oder Achtsamkeitsübungen wie tiefes Atmen können Deinen Geist beruhigen und Dich erden.
9. Tu Dir selbst etwas Gutes
Trauer fordert viel Kraft, daher ist Selbstfürsorge essenziell. Was bringt Dir Freude? Ein Spaziergang in der Natur, ein gutes Essen, Musik oder Zeit mit Deiner Familie? Achte auf ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und Bewegung, auch wenn es schwerfällt. Diese kleinen Gesten stärken Deinen Körper und Deine Seele, um die Trauer zu tragen.
10. Fasse den Mut, voranzugehen
Trauer ist ein individueller Weg, der Zeit braucht. Setze dich nicht unter Druck und vergleiche Dich nicht mit anderen. Deine Trauer ist einzigartig, und sie dauert so lang, wie Du sie brauchst. Doch denke daran: Deine Trauer ist erst dann bewältigt, wenn Du bereit bist, in ein neues Leben zu gehen. Fasse den Mut, diesen Schritt zu wagen, wenn Du spürst, dass die Zeit reif ist. Du wirst wissen, wann es so weit ist.
Dein Weg beginnt hier
Dein Trauerprozess ist ein persönlicher Weg, der Unterstützung, Ausdruck und Selbstfürsorge braucht. Mit diesen zehn Schritten kannst Du Deine Trauer halten, verarbeiten und in Heilung verwandeln. Sei sanft mit dir – jeder Schritt, den du machst, ist ein Schritt zur Heilung.
Fühlst Du Dich in deiner Trauer überfordert oder suchst Unterstützung? Als Trauerbegleiterin, Lebensberaterin und Craniosacral-Therapeutin begleite ich Dich bei trauerlicht, Deinen Trauerweg zu gehen – mit einfühlsamen Gesprächen, Ritualen oder körperorientierten Methoden.
Kontaktiere mich gerne telefonisch, per eMail oder Messenger für eine liebevolle und ganzheitliche Begleitung auf Deinem Trauerweg.
Ich bin da für Dich.
Von Herzen,
