URSULA HOHLWEG

Was ist eine Meisterseele?

Was ist eine Meisterseele?

Meisterseelen, sind Menschen, die sehr alte Seelen sind und mit einem besonderen Auftrag in dieses Leben hineingeboren werden und oft mit ganz besonderen Problemen und Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Meist werden sie nicht als hoch schwingende, lichte Wesen von ihrem Umfeld erkannt und fühlen sich ihr ganzes Leben lang nicht dazugehörig oder fehl am Platz.

In diesem Artikel habe ich die wesentlichen Merkmale, Herausforderungen und Aufgaben einer Meisterseele zusammengefasst.

Erwachte Seelen mit einem besonderen Auftrag.

Meisterseelen sind Seelen, die bereits durch viele Inkarnationen gegangen sind und auf diesem Weg Meisterschaft erlangt haben. Sie haben schon in einem früheren Leben die Dualität überwunden und den Kreislauf der Wiedergeburt vollendet. Sie haben sich jedoch aus freien Stücken dazu entschieden, erneut in einem menschlichen Körper zu inkarnieren, um anderen Menschen dabei zu helfen, sich weiter zu entwickeln und bewusster zu werden.

Ihren Körper erhalten die Meisterseelen von einer jungen Seele, die viele Belastungen und Bürden aus früheren Leben trägt. Als Dank dafür ist die Meisterseele bereit, die größten Probleme und Herausforderungen der jungen Seele aufzulösen und zu transformieren. Wenn die Meisterseele dann geboren wird, hat sie aber – wie alle anderen Seelen auch – das Bewusstsein über sich selbst und ihre Aufgabe weitgehend verloren. Sie weiß auch nichts mehr von ihrer freiwilligen Entscheidung hierher zu kommen, von ihrer Absprache mit der jungen Seele, besonders große Herausforderungen für sie zu meistern und auch nichts von ihrem besonderen Beitrag zur Bewusstwerdung der Welt.

Mit ihren extrem feinen Antennen für die Einzigartigkeit, das innere Strahlen und das Potenzial anderer Menschen haben es Meisterseelen oft schwer, sich in einer Welt zurechtzufinden, die so ist, wie unsere Welt nun einmal ist. Meisterseelen tolerieren sehr wenig Belastungen – ganz gleich ob körperlich, emotional oder seelisch. Sie lassen andere nicht damit durchkommen, sie nicht als vollwertiges und bewusstes Wesen ernst zu nehmen. Sie verlangen radikale Ehrlichkeit. Sie bringen all die bisher ungeklärten, unbewussten und ungeheilten Themen anderer Menschen ans Tageslicht. Und deshalb sind Meisterseelen ein so großes Geschenk.

Schwierige Startbedingungen in einem unbewussten Umfeld – und das tiefe innere Gefühl „falsch“ zu sein.

Gemäß ihrer Absprache mit einer jungen Seele, wird eine Meisterseele meist in ein stark belastetes, traumatisiertes oder sehr unbewusstes Umfeld hineingeboren, in dem sie nicht als Meisterseelen erkannt werden. Die Menschen im Umfeld der kleinen Meisterseelen schwingen meist viel niedriger und haben Schwierigkeiten die Gedanken und Gefühle der Meisterseele nachzuvollziehen. Oft werden die besonderen Fähigkeiten und Begabungen der Meisterseele – ihre Feinfühligkeit, das intuitive Wissen usw. – als Geschenk oder Gabe nicht ernst genommen, sondern als seltsame Eigenheit, als Problem oder Störung abgewertet oder lächerlich gemacht.

Da Meisterseele große Schwierigkeiten haben, sich Regeln und Anordnungen zu unterwerfen, die für sie keinen Sinn ergeben, unfair oder ungerecht sind. Sie haben im Vergleich zu anderen Kindern eine unfassbare Menge an Fragen auf die Eltern und Lehrer oftmals keine Antwort wissen und sind so – insbesondere für ihre Eltern und ihre nahen Bezugspersonen eine große Herausforderung in der Erziehung und werden oft als anstrengend, lästig oder schwer erziehbar abgestempelt.

In einem solchen Umfeld ist es für die junge Meisterseele nur sehr schwer möglich ein positives und klares Selbstbewusstsein aufzubauen. Sie entwickeln deshalb oft schon sehr früh ein inneres Gefühl ganz alleine auf der Welt zu sein, anders zu sein als alle anderen und nirgendwo dazuzugehören. Sie fühlen sich nicht verstanden in ihrem Wesen und halten sich selbst oft für das schwarze Schaf in der Familie oder sind zu tiefst davon überzeugt, dass sie für andere ein Problem, eine Belastung sind.

Viele Meisterseelen tragen eine Vielzahl von Zweifeln, Selbstvorwürfen, die Überzeugung falsch zu sein in sich, und haben die Neigung, ihr inneres Gefühl und Wissen zu negieren und zu ignorieren. Da niemand ihre besonderen Begabungen und Talente erkennt, fühlen sie sich meist ihr ganzes Leben lang nicht gesehen. Sie haben das Gefühl, jemand anderer sein zu müssen als sie sind und beginnen oft schon sehr früh ihr wahres Selbst zu verbergen – vor allen anderen und auch vor sich selbst. Aber auch um Diskussionen und Streit zu vermeiden, sind junge Meisterseelen bereit, sich selbst zu verleugnen und gegen ihre eigene Natur und ihre eigenen Interessen zu handeln – was viele Meisterseelen sehr weit weg von sich selbst bringt.

Auch wenn Menschen in ihrem Umfeld leiden, sind Meisterseelen gerne bereit schon als Kinder die Themen, Probleme und karmischen Lasten aus ihrem Umfeld zu übernehmen. Sie wissen instinktiv, dass sie viel mehr aushalten können als andere Menschen. Sie haben ein starkes inners Licht und stellen sich oft bis zur Selbstaufgabe zurück, um für andere da zu sein.

Eine hoch schwingende und feine Energie, besondere Interessen und eine innere Kraft, die vorwärts drängt.

Meisterseelen sind extrem feinfühlig und empathisch. Sie haben eine große Tiefe in ihrer Wahrnehmung und in ihrer Seele. Sie haben oftSchwierigkeiten ihre hoch schwingende Energie in ihren Körper zu bringen. Es fällt ihnen meist schwer, bei sich zu bleiben und stimmige Grenzen zu setzen. Sie brauchen viel Zeit und Raum für sich zur Regeneration. Der Kontakt mit Menschen, deren Licht stark verschüttet ist, laugt sie körperlich stark aus.

Meisterseelen sind alte Seelen, die eine Fülle an Erfahrungen im Laufe vieler Inkarnationen gesammelt haben. Sie tragen ein tiefes inneres Wissen in sich – das sie sich selbst und anderen oft nicht erklären können. Sie wissen einfach, was sie wissen und wissen oft nicht woher und warum. Sie wissen und spüren Dinge, die sie eigentlich gar nicht wissen und spüren können oder sollten. Sie haben eine extrem hohe Auffassungsgabe und fühlen sich in der Schule oder Ausbildungen schnell gelangweilt, da sie viel weniger Wiederholungen brauchen als andere.

Sie interessieren sich meist für sehr spezielle Dinge und können sich extrem darauf fokussieren. Sie können riesige Mengen an Zeit und Energie dafür aufwenden ihren Interessen nachzugehen. Sie tragen eine große Kraft in sich, eine Kraft die vorwärts drängt. Meisterseelen lassen sich tief in ihrem Inneren von nichts und niemanden aufhalten. Sie möchten etwas in ihrem Leben erreichen und setzen sich dafür mit allem was sie haben ein. Sie haben eine leise Ahnung davon, dass sie in der Tiefe ihrer Seele eine Bestimmung haben – verbunden mit dem starken Wunsch, die Welt mit ihrem einzigartigen Beitrag zu bereichern, auch wenn sie oft nicht wissen, was genau das ist.

Leuchtturm und Fels in der Brandung – für andere.

In unserer heutigen Zeit sind alle Menschen mit einer Vielzahl von großen Herausforderungen konfrontiert. Im großen wie im Kleinen haben wir mit den Problemen des modernen Lebens zu kämpfen und auch der Umwelt geht es immer schlechter. Alte System stehen kurz vor dem Zusammenbruch und die Angst vor einer unsicheren Zukunft greift um sich. Wir alle sind herausgefordert bewusst zu werden, hinzuschauen und Verantwortung für unsere Probleme übernehmen. Wir alle stehen im Grunde vor einer grundlegenden Entscheidung: Bleibe ich auf meinem Weg des Egos und der Angst, oder bin ich bereit, den Weg der Liebe zu gehen?

In diesem Kontext leisten Meisterseelen einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag. Sie haben einzigartige Aufgaben übernommen, um Menschen bei dieser Entscheidung und den notwendigen Veränderungsschritten in ihrem Leben zu unterstützen und zu begleiten. Meisterseelen sind in diesen schwierigen Zeiten – wenn sie sich selbst gefunden haben – wie Leuchttürme, deren Licht sehr weit zu sehen ist. Sie sind wie ein Fels in der Brandung in stürmischen Zeiten. Sie sind hier, um viele andere Seelen zu inspirieren, zu unterstützen, zu lehren und anzuleiten. Sie sind hier, um den Menschen dabei zu helfen, in den Bewusstseinszustand des Paradieses zurückzukehren.

Denn Meisterseelen wissen im Grunde ihres Herzens ganz genau worum es im Leben geht. Sie haben in vielen Dingen ein extreme innere Klarheit und Sicherheit, die sie von anderen stark unterscheidet. Sie wissen, dass es unser aller Aufgabe ist, „nach Hause zurückzukehren“ und sie kennen den Weg dorthin.

Fragen und Antworten.

F: Warum in aller Welt habe ich es immer so schwer? Die anderen sagen immer, dass ich es mir selbst schwer mache, dabei stimmt das gar nicht.

A: Andere Seelen können oft nicht verstehen, worum es in deinem Leben geht. Sie können den größeren Kontext nicht sehen. Sie wissen nicht, dass du dir viele deiner Schwierigkeiten und Probleme freiwillig ausgesucht hast, um einer anderen Seele zu helfen. Solange du versuchst deine Themen und Probleme rein auf der persönlichen Ebene zu lösen kann das für dich sehr mühsam und anstrengend sein und auch dazu führen dass du resignierst, deinen Lebenswillen verlierst und den Sinn deines Lebens in Frage stellst. Die meisten deiner Probleme kommen nicht aus dir selbst heraus – weder aus deinem Denken noch Fühlen – und können gelöst werden, sobald sie im richtigen Kontext gesehen und auf der entsprechenden Ebene bearbeitet werden. Rückwirkend betrachtet wird es auch für dich so sein, dass du bemerkst dass insbesondere die harten Zeiten und schweren Prüfungen dich einfach perfekt auf deine Seelenaufgabe vorbereitet haben und dass du genau dort jetzt ganz viel Kraft und besonders viel zu geben hast.

F: Warum dauert bei mir alles so lange?

A: Wenn du dich an das Bild des Leuchtturms erinnerst, dann ist klar, dass ein solcher Leuchtturm ein besonders tiefes und stabiles Fundament haben muss, damit er hoch hinauf ragen und allen Stürmen trotzen kann. Das ist meist der Grund, warum du – trotz all dem, was du in deinem bereits getan und erreicht hast, immer noch dabei bist an deiner Basis zu bauen. Andererseits bist du mit einer ganz speziellen Aufgabe hierher gekommen, und musst auch in diesem Leben durch eine Vielzahl von Erfahrungen gehen, um dich wieder an dich selbst und deine göttlichen Gaben zu erinnern. Oft ist der Zugang zu deinen Fähigkeiten auch sehr subtil blockiert und entfalten sich erst dann, wenn du den passenden Schlüssel findest. Und das braucht eben seine Zeit.

F: Und was ist mein Seelenauftrag genau?

A: Du bist hierher gekommen, um deine hoch schwingende und wunderbare Energie zu befreien und in dein gesamtes Tun und Sein einfließen zu lassen. So kannst du jedem Menschen, dem du begegnest ein Leuchtturm, ein Wegweiser zu einem erfüllten, strahlenden und glücklichen Leben in Liebe und Licht sein – weil du diese Liebe und dieses Licht bist. Wenn du ganz bei dir angekommen bist, werden die Menschen um die besondere Energie spüren, die von dir ausgeht. Welche Energie das im Detail genau ist, und in welches Tun du sie einfließen lassen möchtest, kannst nur du wissen, weil du diese Aufgabe selbst erwählt hast. Und du weißt schon ganz genau, was es ist.

Keine Alternative, kein Plan B.

Für Meisterseelen gibt es keine Alternative, keinen Plan B.

Wir sind hierher gekommen um einen ganz bestimmten Auftrag zu erfüllen.

Wir brauchen Klarheit über unsere Aufgabe damit sich unser volles Potenzial entfaltet.

Wir kommen erst dann zur Ruhe, wenn wir am für uns richtigen Platz im Leben stehen.

Dann ergibt unser ganzes Leben mit all seinem Höhen und Tiefen plötzlich einen unendlich tiefen und wunderbaren Sinn.

Bist du bereit, nach innen zu gehen und dem Meister in dir zu begegnen?

Denn wenn du den Mut hast, in die Tiefe zu tauchen um dir selbst zu begegnen, wirst du deine Bestimmung und mit ihr deine Erfüllung finden.

Ganz bestimmt.

Ich freue mich darauf, Dich mit einem fühlenden Herzen, praktischen Tipps, kreativen Ideen, jeder Menge Erfahrungswissen und heilenden Händen auf deinem Weg der Meisterschaft zu begleiten.

Bitte kontaktiere mich für weitere Fragen oder Terminvereinbarungen (Kontaktbutton rechts unten).

Von Herzen,

Ursula =)

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Unbewusste Trauer.

Wenn wir trauern, ohne es zu wissen...

Wenn die Erfahrung eines Verlustes kaum oder gar nicht emotional erfahren und durchlebt wird oder werden kann, drückt sich die Trauerreaktion vorwiegend über körperliche Symptome aus. Der Körper übernimmt die unverarbeiteten Gefühle und entwickelt spezifische Anpassungsstrategien, die sich als chronische und/oder psychosomatische Beschwerden zeigen. Die Trauer ist so tief in uns verborgen, dass wir uns an sie nicht mehr bewusst erinnern – wir haben die Verbindung zu unseren tiefsten Gefühlen verloren.

Vielleicht gab es schon in unserer Kindheit in unserem familiären Umfeld aus den verschiedensten Gründen kein Platz für unsere Gefühle. Vielleicht war niemand da, der unsere Trauer wahrgenommen hat. Vielleicht wollten wir unsere Trauer auch gar nicht zeigen, weil wir uns für unsere Gefühle schämten oder wir unsere Eltern und Geschwister nicht belasten wollten.

Aus der Somato Emotionalen Entspannung ist Phänomen der Trauer über unvollendete biologische Prozesse bekannt. Das bedeutet, dass ein natürlich geplanter oder vorherbestimmter biologischer Ablauf nicht vollendet wurde und sich als Unwohl-Sein, Schmerz oder Störung im Körper manifestiert. Dies kann eine Schwangerschaft sein, die durch eine Fehlgeburt oder einen Not-Kaiserschnitt nicht dem biologischen Programm gemäß vollendet wurde. Oder eine Geburt, bei der das Bonding mit dem Baby nicht in der optimalen Form möglich war. Auch ein gestörter Prozess der Reproduktion durch Sterilisation oder Kinderlosigkeit kann zu körperlichen Trauerprozessen führen.

Aber auch der Verlust der körperlichen Unversehrtheit durch Operationen, durch schwere Krankheiten oder der Verlust von biologischen Funktionen und körperlichen Fähigkeiten wie z.B. durch eine Sterilisation, eine Amputation oder die Entfernung eines Organs können biologische Trauerprozesse und entsprechende psychosomatische Beschwerden auslösen, wenn sich Betroffene des Verlustes nicht bewusst sind und diesen weder verarbeitet noch integriert haben.

Und schließlich kann es auch sein, dass wir um etwas trauern, das wir niemals hatten – beispielsweise eine unbeschwerte Kindheit, wenn wir ohne Vater, Mutter, Großeltern oder Geschwister aufwuchsen. Wenn wir viel zu früh erwachsen werden mussten durch kranke, traumatisierte oder süchtige Eltern, um die wir uns kümmern mussten oder weil wir selbst krank und lange Zeit im Spital auf uns selbst gestellt waren. Viele von uns trauern tief in ihrem Inneren, weil sie in einem Umfeld aufwuchsen, in dem ihr wahres Potenzial nicht erkannt, gesehen und gefördert wurde, weil sie nie vollständig und ganz wahrgenommen wurden, so wie sie wirklich sind – ihr Licht, ihre Liebe und ihre Seele.

Wenn wir von Anfang an mit solchen Verlusten leben müssen, dann wird der Verlust „normal“ und wir haben ganz vergessen, dass wir eine tiefe Traurigkeit in uns tragen, die gesehen, gefühlt und erlöst werden will.

Es gibt fünf verschiedene Formen von unbewusster Trauer, die sich besonders gravierend auf unser Leben auswirken: Verlust in vorgeburtlicher Zeit, Verlust einer heilen Geburtserfahrung, Verlust von Urvertrauen im Kindesalter, Verluste aus früheren Leben, Übernommene Verluste aus dem Ahnenfeld. 

Mehr Informationen dazu findest Du im Blog-Artikel „Unbewusste Trauer“.

Komplizierte Trauer.

Wenn Trauer kompliziert wird...

Werden die Gefühle der Trauer aus verschiedensten Gründen verneint, unterdrückt oder nur teilweise durchlebt, kann der Verlust im Laufe der Zeit nicht auf gesunde Weise verarbeitet und integriert werden. Die Auseinandersetzung mit dem Schmerz bleibt aus – wir bleiben in Trauerkrisen verhaftet.

Vor allem dann, wenn Betroffene sich selbst nicht erlauben zu trauern, sich für ihre Trauer schämen oder ihre Trauer aus verschiedenen persönlichen, kulturellen oder gesellschaftlichen Gründen nicht leben können, verkompliziert sich der Trauerprozess.

Die Trauer wird unterdrückt, dauert sehr lange an oder ist mit extremen Gefühlen verbunden – wie beispielsweise starkem Zorn oder extrem starken Schuldgefühlen. Diese Probleme hängen oft mit einer sehr ambivalenten und stark belasteten Beziehung zum Verstorbenen zusammen.

Die nicht verarbeitete Trauer kann sich in Depression, in Panik- und Angstzuständen, in verschiedensten psychosomatischen und körperlichen Symptomen ausdrücken und sogar Suchterkrankungen nach sich ziehen. Wir verlieren den positiven Blick auf uns und unser Leben, unsere Perspektiven und unseren Lebensmut.

Auch bereits länger zurückliegende Verluste, die noch nicht verarbeitet wurden, können eine große Belastung für Betroffene und ihr Umfeld darstellen und zu ungesunden und dauerhaften Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderungen führen.

Zieht sich der/die Trauernde sozial stark zurück, verspürt starke Schuldgefühle oder lang anhaltende Gefühle von Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit oder Verbitterung, leidet unter psychosomatischen Symptomen (Schlaflosigkeit, Brust- oder Herzschmerzen, Gewichtsabnahme, etc.) oder äußert den Wunsch, dem Verstorbenen zu folgen oder ohne das Verlorene nicht weiter leben zu können, ist eine professionelle psychologische Beratung oder Psychotherapie dringend anzuraten.

Erschwerte Trauer.

Wenn Trauer unerträglich ist...

Plötzlich und unerwartete sowie traumatische Todesfälle können den Trauerprozess erschweren oder verhindern beziehungsweise die Trauerreaktionen stark intensivieren.

Wenn Menschen durch eigene Hand (Suizid) aus dem Leben scheiden, ist der Prozess des Abschied-Nehmens und des Trauerns für die Hinterbliebenen sehr komplex. Trauer und Schmerz mischen sich mit Wut und Schuldgefühlen und quälenden Fragen nach dem Warum und was man hätte tun können, um es zu verhindern.

Hinzu kommt, dass das Thema Suizid in unserer Gesellschaft tabubehaftet ist – Betroffene sind mit einem stark verunsicherten Umfeld konfrontiert oder verschweigen den Suizid aus Schamgefühl oder um das Andenken des Verstorbenen nicht zu beschmutzen.

Der Tod des eigenen Kindes (plötzlicher Kindstod, Unfall, Krankheit, Drogenmissbrauch, Selbsttötung oder Gewaltverbrechen) stürzt die Hinterbliebenen und ihre gesamtes Umfeld meist in eine tiefe persönliche, partnerschaftliche und familiäre Krise. Nach einer Fehlgeburt, einer stillen Geburt oder dem Tod eines Neugeborenen fehlt im Umfeld häufig das Verständnis für die Gefühle und Bedürfnisse verwaister Eltern. 

Ein medizinisch notwendiger oder von den Eltern gewollter  Schwangerschaftsabbruch stellt ebenfalls eine traumatische Erfahrung und eine große Belastung für die Eltern und auch ihre Beziehung dar. Das Verständnis, dass nach einer bewussten Entscheidung zur Beendigung einer Schwangerschaft großer Schmerz, tiefe Trauer und starke Schulgefühle auftreten, fehlt meistens.

Auch unklare Verlustsituationen bei verschwundenen, verschollenen oder vermissten Personen, eine besonders belastete Beziehungssituation (körperlicher oder emotionaler Missbrauch, Co-Abhängigkeit),  vorausgegangene nicht bewältigte Verlusterfahrungen, soziale Isolation, ein fehlender emotionaler Austausch im persönlichen Umfeld sowie die Vermeidung der Auseinandersetzung mit dem Verlust können eine natürliche Verarbeitung erschweren, verlängern oder sogar unmöglich machen.